Der Begriff "deontisch" hat seinen Ursprung im Altgriechischen.
Altgriechisch: Das Wort leitet sich vom altgriechischen Substantiv δέον (déon) ab, was "das Erforderliche", "das Angemessene" oder "die Pflicht" bedeutet.
In der Philosophie und später auch in der Linguistik wird "deontisch" verwendet, um Aspekte zu beschreiben, die mit Sollen, Müssen, Dürfen, Gebieten oder Verbieten zu tun haben. Es geht also um Normen, Pflichten und Erlaubnisse.
Die Deontologie als philosophische Lehre ist die Ethik der Pflichten, bei der die Moralität einer Handlung hauptsächlich danach beurteilt wird, ob sie bestimmten Regeln oder Pflichten entspricht, unabhängig von ihren Konsequenzen.
Das Adjektiv "deontisch" und das damit verbundene Konzept der "deontischen Modalität" wurden im 20. Jahrhundert in der Logik und Sprachwissenschaft etabliert, um diese spezifische Art des Ausdrucks von Notwendigkeit oder Möglichkeit, die auf Normen oder Pflichten beruht, von anderen Modalitäten (wie der epistemischen Modalität, die sich auf Wissen und Wahrscheinlichkeit bezieht) abzugrenzen.